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Was ist Spoofing? Wenn Telefonnummer oder Absender gefälscht sind

Zuletzt geprüft am Lesezeit ca. 3 Minuten

Das Wort „Spoofing“ kommt aus dem Englischen und bedeutet laut BSI so viel wie Manipulation oder Verschleierung. Gemeint ist: Kriminelle geben sich am Telefon oder per E-Mail als jemand aus, dem Sie vertrauen – und fälschen dafür die Nummer oder den Absender.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Bei Anna klingelt das Telefon. Im Display steht eine Nummer aus ihrer Stadt. Der Anrufer stellt sich als Polizist vor und sagt, ihr Erspartes sei nicht mehr sicher. Weil die Nummer so vertraut aussieht, glaubt sie ihm zunächst.

Genau darauf setzen die Täter. Die Polizei beschreibt diese Technik bei der Masche mit falschen Polizisten: Im Display erscheint eine vorgetäuschte Nummer, zum Beispiel mit der Vorwahl Ihres Wohnorts.

Spoofing am Telefon (Call-ID-Spoofing)

Fachleute sprechen von Call-ID-Spoofing. Laut BSI ist die angezeigte Nummer dabei entweder bekannt oder nur leicht verändert. Unter Zeitdruck fällt das kaum auf.

Die 110 ruft Sie nicht an

Selbst die 110 oder die 116 116 können gefälscht im Display stehen. Doch die Polizei ruft nicht von der 110 an, und der Sperr-Notruf 116 116 ruft niemals an. Polizei, Banken und Behörden fragen außerdem nie am Telefon nach PIN oder TAN.

Ein wichtiger Hinweis des BSI: Wenn Sie eine gefälschte Nummer zurückrufen, landen Sie oft bei der echten Stelle. Dort weiß aber niemand etwas von dem Anruf. Deshalb hilft nur eins: auflegen und die Stelle über einen Weg kontaktieren, den Sie selbst wählen.

Spoofing per E-Mail

Auch Absender von E-Mails lassen sich fälschen. Betrüger nutzen seriös klingende Namen, damit Sie die Nachricht öffnen. Oft geht es darum, an Daten zu kommen oder Sie auf eine gefälschte Internetseite zu locken.

So schützen Sie sich

Das BSI rät:

  1. Gehen Sie nicht auf Forderungen nach persönlichen Daten oder Geld ein.
  2. Beenden Sie das Gespräch so schnell wie möglich – legen Sie einfach auf.
  3. Melden Sie sich selbst bei der Person, Behörde oder Firma – über einen anderen Weg, zum Beispiel mit einer Nummer aus Ihrem Telefonbuch oder von der offiziellen Internetseite.

Welche Maschen am Telefon besonders häufig sind, lesen Sie in Enkeltrick und Schockanruf: So reagieren Sie richtig. Ist schon etwas passiert, hilft der Notfallplan nach einem Betrug.

Quellen und Prüfung

Diese Erklärung stützt sich auf folgende Quellen. Zuletzt inhaltlich geprüft am 30. Oktober 2026.

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