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Die Woche im Netz · 1. November 2026

Die Woche im Netz: Falsche Rentenversicherungs-Mails, Drohungen mit Kontosperrung und ein iPhone-Update

Quellen geprüft am Lesezeit ca. 5 Minuten

Willkommen zur ersten Ausgabe von „Die Woche im Netz“. Ab jetzt erklären wir hier jeden Freitag ein paar Nachrichten aus der digitalen Welt, die für Sie wichtig sind. Ruhig, mit Quellen und mit dem, was Sie konkret tun können.

Diese Woche geht es um gefälschte E-Mails, die mit Ihrer Rente oder Ihrem Konto Druck machen wollen. Und um ein Update, das iPhone-Besitzer jetzt installieren sollten.

Gefälschte E-Mails im Namen der Rentenversicherung

Was ist passiert? Die Verbraucherzentrale meldet am 29. Oktober eine neue Betrugs-Mail im Namen der Deutschen Rentenversicherung. Darin sollen Empfänger über einen Link ihre persönlichen Daten in einem angeblichen Online-Portal prüfen und aktualisieren. Begründet wird das mit angeblich neuen EU-Vorschriften. Der Betreff lautet „Ihre Mailservice VerwaltungsCenter“.

Die Rentenversicherung selbst warnt in einer Meldung vom 16. Oktober: Viele Versicherte bekommen gefälschte E-Mails in ihrem Namen. Mal geht es um ein angebliches Sicherheitsupdate, bei dem die Bankverbindung eingegeben werden soll. Mal wird die jährliche Renteninformation versprochen oder eine Erstattung wegen einer angeblichen Fehlbuchung. Die Betrüger nutzen Logo und Design der Rentenversicherung und ahmen mit Künstlicher Intelligenz sogar ihren Sprachstil nach.

Was bedeutet das für Sie? Die Rentenversicherung sagt klar: Persönliche Daten werden niemals per E-Mail angefordert. Eine solche Mail ist also immer ein Betrugsversuch – egal, wie echt sie aussieht.

  • Schauen Sie auf die Absenderadresse, nicht nur auf den angezeigten Namen.
  • Tippen Sie auf keinen Link und verschieben Sie die Mail in den Spam-Ordner.
  • Wollen Sie etwas zu Ihrem Rentenkonto wissen, gehen Sie nur über die offiziellen Seiten der Rentenversicherung.

Haben Sie schon auf einen Link getippt und Daten eingegeben? Dann rät die Rentenversicherung: Gerät vom Internet trennen und bei Bankdaten sofort die Bank informieren oder die Karte sperren. Außerdem Passwörter von einem anderen Gerät aus ändern, Bildschirmfotos machen und Anzeige erstatten. Wie das Schritt für Schritt geht, steht in unserem Notfallplan nach einem Betrug.

„Ihre Karte wird gesperrt“: Druck mit kurzen Fristen

Was ist passiert? Im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale tauchten diese Woche gleich mehrere Mails mit derselben Masche auf. Sie drohen mit einer Sperrung und setzen eine kurze Frist:

  • Am 30. Oktober eine Mail im Namen der Commerzbank. Im Betreff steht, die Karte sei „vorsorglich GESPERRT“ und das Konto werde in 24 Stunden gesperrt. Zur Begründung wird eine EU-Richtlinie genannt – das soll die Mail glaubwürdiger machen.
  • Am 28. Oktober eine Mail im Namen von PayPal über eine angebliche Rückerstattung, die per Link bestätigt werden soll. Ein Betrag wird gar nicht genannt.
  • Am 27. Oktober eine Mail im Namen von WEB.DE: „Ihr WEB Zugang wird in Kürze gesperrt“.

Was bedeutet das für Sie? Eine kurze Frist und eine Drohung sind typische Warnzeichen. Sie sollen Sie dazu bringen, schnell zu handeln, ohne nachzudenken. Lassen Sie sich davon nicht hetzen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, solche Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Ob an der Sache etwas dran ist, prüfen Sie nur in der offiziellen App oder auf der bekannten Internetseite des Anbieters. Nie über den Link in der Mail.

Verdächtige Mails können Sie an phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten. Die Verbraucherzentrale wertet sie aus, beantwortet sie aber nicht einzeln. Unsicher, ob eine Nachricht echt ist? Unser Ist-das-echt-Check hilft beim Einordnen.

Neues Update fürs iPhone

Was ist passiert? Apple hat am 26. Oktober neue Software für iPhones veröffentlicht. iOS 27.2 gibt es für das iPhone 11 und neuer. Wer noch iOS 26 nutzt, bekommt iOS 26.7.2. Für ältere Geräte – iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR – gibt es iOS 18.7.11. Alle drei Updates schließen Sicherheitslücken.

Bei iOS 18.7.11 schreibt Apple, eine der Lücken sei möglicherweise ausgenutzt worden. Und zwar bei einem „äußerst ausgefeilten Angriff auf bestimmte Zielpersonen“. Es ging also um gezielt ausgewählte Menschen, nicht um einen Angriff auf alle.

Was bedeutet das für Sie? Installieren Sie das Update, wenn Ihr iPhone es anbietet. Apple empfiehlt, vorher ein Backup zu machen, das Handy ans Ladekabel zu hängen und mit dem WLAN zu verbinden.

  1. Einstellungen
  2. Allgemein
  3. Softwareupdate

Ist ein Update da, tippen Sie auf „Laden und installieren“ und folgen den Hinweisen auf dem Bildschirm. Geschafft. Unter „Automatische Updates“ an derselben Stelle können Sie einstellen, dass Ihr iPhone künftige Updates von selbst lädt und installiert.

Für Angehörige

Die gefälschten Rentenversicherungs-Mails sind ein guter Anlass für ein kurzes Gespräch. Sagen Sie Ihren Eltern ganz einfach: „Die Rentenversicherung fragt nie per E-Mail nach Daten.“ Ein Satz, den man sich merken kann. Und wenn Sie das nächste Mal zu Besuch sind: Schauen Sie gemeinsam nach, ob das iPhone auf dem neuesten Stand ist.

„Die Woche im Netz“ erscheint jeden Freitag. Alle bisherigen Ausgaben

Quellen und Prüfung

Diese Anleitung stützt sich auf folgende Quellen. Geprüft heißt bei uns: Jeder Schritt und jede Aussage wurde am 1. November 2026 mit diesen Quellen abgeglichen.

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